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Vorwort von Michael Habecker

Was ist, so könnte die tantrische Fragestellung lauten, eine Spiritualität, Lebenspraxis oder ein Erkenntnisweg letztendlich wert, wenn er sich nicht in den zutiefst menschlichen, und gerade auch konfliktreichsten Erfahrungs- bereichen wie Beziehung und Sexualität bewährt?

Die mutige Untersuchung und Antwort auf diese Frage ist der tantrische Weg, und wie man ihn gehen kann, ohne sich dabei in der Welt der Formen und Erscheinungen zu verlieren, erläutert dieses Buch. Die dabei zugrunde gelegte Landkarte ist die integrale Theorie und Praxis wie sie von Ken Wilber und anderen in den zurückliegenden Jahrzehnten entwickelte wurde, als ein Hilfsmittel und Ausgangspunkt zu Sichtung und Beschreibung der Fülle tantrischer Erfahrungen sowohl aus den Traditionen als auch aus der Lebenspraxis des Autors.

Dabei werden im besten Sinne eines entwicklungsgemäßen "transzendiere und bewahre" sowohl die Schätze der tantrischen Traditionen gehoben als auch auf deren Begrenzungen im Lichte heutiger Erkenntnisse hingewiesen. Daran schließt sich eine ebenso gründliche wie lebensnahe Erörterung eines zeitgemäßen integralen Tantras als Teil einer Lebenspraxis an, unter Einbezug all dessen was ein menschliches Leben menschlich aber auch herausfordernd macht – wie z. B. Emotionen, Ethik, Sexualität, Beziehungen, Arbeit, Kunst und der Alltag insgesamt. Was mir am tantrischen Weg generell und speziell an diesem Buch sehr gefällt ist die unbedingte Hinwendung zum Leben in allen seinen Formen, Erscheinungen, Schwierigkeiten und Freuden. Dahinter steht eine unbe- dingte Lebensbejahung, gepaart mit einer Experimentierfreude und dem Verlangen, aktiv gestaltend am Spiel des Lebens teilzunehmen.

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